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Kalziumsilikatplatte oder Superwand?

Feuchtigkeit nicht nur speichern, sondern vom Wandaufbau fernhalten

Feuchtigkeit ist die entscheidende Voraussetzung für Schimmelwachstum. Regelmäßiges und bedarfsgerechtes Lüften ist deshalb unverzichtbar: Es führt überschüssige Feuchtigkeit aus dem Raum ab und sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima. Doch gerade im Wohnalltag – etwa in Mietwohnungen – lässt sich nicht immer gewährleisten, dass rechtzeitig und ausreichend gelüftet wird.

 

Kalziumsilikatplatten begegnen diesem Problem, indem sie Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen, zwischenspeichern und bei günstigeren Bedingungen wieder abgeben. Dieses Prinzip kann Feuchtespitzen ausgleichen. Die aufgenommene Feuchtigkeit verschwindet jedoch nicht: Sie muss wieder an die Raumluft abgegeben und schließlich durch Lüften aus dem Raum transportiert werden.

 

Die Superwand setzt früher an. Ihre hohe Dämmwirkung erhöht die raumseitige Oberflächentemperatur und reduziert dadurch das Risiko, dass sich Feuchtigkeit an einer kalten Wandoberfläche niederschlägt. Gleichzeitig begrenzt die integrierte, beidseitige Aluminiumkaschierung als Dampfsperre den Wasserdampfeintrag in Richtung der bestehenden Außenwand.

 

Damit verfolgt die Superwand ein klares Prinzip: Feuchtigkeit wird nicht im Dämmsystem zwischengespeichert, sondern ihr Eindringen in den Wandaufbau wird gezielt begrenzt. Bei fachgerechter Verarbeitung und einer geeigneten, trockenen sowie intakten Bausubstanz kann so das Risiko einer kondensationsbedingten Schimmelbildung an und hinter der Innendämmung langfristig reduziert werden. Immer jedoch gilt: Vorhandener Schimmel muss vor dem Einbau fachgerecht beseitigt werden. Auch Risse, Undichtigkeiten und andere Ursachen eindringender Feuchtigkeit sind zuvor zu beheben. Richtig ausgeführt schafft die Superwand anschließend eine verlässliche Grundlage für wärmere Wandoberflächen und eine langfristige Schimmelprävention.

Eigenschaften
im Vergleich

Eigenschaften im Vergleich

Bei der Auswahl der richtigen Innendämmung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Wann die Superwand DS eingesetzt werden sollte und wann die Kalziumsilikatplatte, erfahren Sie im Interview mit TÜV Fachberater für Schimmelpilzschäden, Arndt Christmann:

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Weitere Informationen

Funktionsweisen
im Vergleich

Funktionsweisen im Vergleich

Kalziumsilikatplatten und die Superwand verfolgen zwei unterschiedliche bauphysikalische Ansätze im Umgang mit Feuchtigkeit.

Kalziumsilikatplatten, kurz KSK-Platten, sind diffusionsoffen und kapillaraktiv. Sie können Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen, innerhalb ihres Porengefüges verteilen und bei trockeneren Raumbedingungen wieder abgeben. Auf diese Weise puffern sie zeitlich begrenzte Feuchtespitzen. Aufgrund ihrer mineralischen und alkalischen Eigenschaften sind Kalziumsilikatplatten zudem vergleichsweise wenig anfällig für Schimmelwachstum.

 

Die Funktionsweise setzt jedoch voraus, dass die aufgenommene Feuchtigkeit wieder an eine trockenere Raumluft abgegeben und anschließend durch Lüften aus dem Raum transportiert werden kann. Bleibt die Raumluftfeuchtigkeit dauerhaft hoch, ist die Rücktrocknung eingeschränkt. Bei zusätzlich ungünstigen baulichen Bedingungen oder einer nicht fachgerechten Verarbeitung kann eine Feuchteansammlung innerhalb oder hinter dem Dämmsystem nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

 

Die Superwand verfolgt ein anderes Prinzip: Sie nimmt die Raumluftfeuchtigkeit nicht in das Dämmsystem auf. Ihre Dämmwirkung erhöht die raumseitige Oberflächentemperatur und reduziert dadurch das Risiko, dass Wasserdampf an der Wandoberfläche kondensiert. Gleichzeitig begrenzt die integrierte, beidseitige Aluminiumkaschierung als Dampfsperre den Wasserdampftransport in Richtung der bestehenden Außenwand.

 

Die Feuchtigkeit verbleibt damit weitgehend in der Raumluft und kann durch regelmäßiges, bedarfsgerechtes Lüften abgeführt werden. Bei fachgerechter und luftdichter Verarbeitung sowie einer geeigneten, trockenen und intakten Bausubstanz kann die Superwand das Risiko einer kondensationsbedingten Schimmelbildung an und hinter der Innendämmung langfristig reduzieren.

 

Kurz gesagt: Die Kalziumsilikatplatte nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie später wieder ab. Die Superwand setzt darauf, den Feuchteeintrag in den Wandaufbau von vornherein zu begrenzen.

Temperatur- und
Feuchteverlauf im
Vergleich

Temperatur- und Feuchteverlauf im Vergleich

Der Taupunkt bezeichnet die Temperatur, bei der Wasserdampf aus der Luft kondensieren kann. Wo innerhalb eines Wandaufbaus kritische Temperatur- und Feuchtebedingungen entstehen, hängt unter anderem vom bestehenden Mauerwerk, der Dämmwirkung, dem Innen- und Außenklima sowie vom verwendeten Innendämmsystem ab.

Kalziumsilikatplatte

Durch eine Innendämmung erhöht sich die Temperatur der raumseitigen Oberfläche. Gleichzeitig wird die dahinterliegende Außenwand weniger durch die Raumwärme erwärmt und bleibt entsprechend kühler.

Kalziumsilikatplatten begegnen der daraus entstehenden Feuchtebeanspruchung durch ihre diffusionsoffene und kapillaraktive Struktur. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen, innerhalb des Materials verteilen und bei geeigneten Bedingungen wieder zur Raumseite transportieren. Dort kann die Feuchtigkeit verdunsten und durch Lüften abgeführt werden.

Die mineralische und alkalische Beschaffenheit der Platte erschwert zusätzlich das Schimmelwachstum. Sie schließt es jedoch nicht unter allen Bedingungen aus. Durch Alterung, Karbonatisierung, ungeeignete Beschichtungen oder Ablagerungen kann sich insbesondere die Alkalität der Oberfläche verändern. Ob das System langfristig funktioniert, hängt außerdem von einer geeigneten Bausubstanz, der fachgerechten vollflächigen Verarbeitung und ausreichenden Rücktrocknungsmöglichkeiten (z.B. regelmäßiges Lüften) ab.

Superwand

Auch bei der Superwand bleibt die bestehende Außenwand hinter der Innendämmung kühler. Entscheidend ist jedoch, dass die integrierte, beidseitige Aluminiumkaschierung den Wasserdampftransport aus dem Innenraum in Richtung dieser kalten Bauteilschicht stark begrenzt.

Gleichzeitig erhöht die Dämmwirkung der Superwand die raumseitige Oberflächentemperatur. Dadurch sinkt das Risiko, dass die feuchte Raumluft unmittelbar an der sichtbaren Wandoberfläche kondensiert.

Die Superwand verfolgt somit ein anderes Prinzip als die Kalziumsilikatplatte: Anstatt eingedrungene Feuchtigkeit im Material aufzunehmen und wieder zurückzuleiten, begrenzt sie bereits den Feuchteeintrag in den Wandaufbau. Bei fachgerechter und luftdichter Verarbeitung sowie einer geeigneten, trockenen und intakten Außenwand kann dadurch das Risiko einer kondensationsbedingten Feuchte- und Schimmelbildung an und hinter der Innendämmung langfristig reduziert werden.

Kurz gesagt: Die Kalziumsilikatplatte reguliert eingedrungene Feuchtigkeit. Die Superwand hingegen begrenzt den Wasserdampfeintrag in den kalten Bereich des Wandaufbaus von vornherein.

Weitere wichtige
Faktoren

Weitere wichtige Faktoren im Vergleich

Superwand
Kalziumsilikat
Energieeinsparung +++ +
Stärke/Wohnraumverlust – –
Menge Verschnitt – —
Gewicht +++ +
Kosten ++ +
Variabilität an Fenstern/Wangen +++ ◊
Sauberkeit bei der Verarbeitung +++ +
Einfachheit der Installation +++ +
Viele Möglichkeiten für Anstrich/Tapete (Weiterverarbeitung) +++ ◊
Verhinderung von neuem Schimmel +++ ++
Wohnraumklima ++ ++
Dauerhaftigkeit +++ +
Preis ++ +

Funktionsweisen im Vergleich

Kalziumsilikatplatten und die Superwand verfolgen zwei unterschiedliche bauphysikalische Ansätze im Umgang mit Feuchtigkeit.

Kalziumsilikatplatten, kurz KSK-Platten, sind diffusionsoffen und kapillaraktiv. Sie können Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen, innerhalb ihres Porengefüges verteilen und bei trockeneren Raumbedingungen wieder abgeben. Auf diese Weise puffern sie zeitlich begrenzte Feuchtespitzen. Aufgrund ihrer mineralischen und alkalischen Eigenschaften sind Kalziumsilikatplatten zudem vergleichsweise wenig anfällig für Schimmelwachstum.

 

Die Funktionsweise setzt jedoch voraus, dass die aufgenommene Feuchtigkeit wieder an eine trockenere Raumluft abgegeben und anschließend durch Lüften aus dem Raum transportiert werden kann. Bleibt die Raumluftfeuchtigkeit dauerhaft hoch, ist die Rücktrocknung eingeschränkt. Bei zusätzlich ungünstigen baulichen Bedingungen oder einer nicht fachgerechten Verarbeitung kann eine Feuchteansammlung innerhalb oder hinter dem Dämmsystem nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

 

Die Superwand verfolgt ein anderes Prinzip: Sie nimmt die Raumluftfeuchtigkeit nicht in das Dämmsystem auf. Ihre Dämmwirkung erhöht die raumseitige Oberflächentemperatur und reduziert dadurch das Risiko, dass Wasserdampf an der Wandoberfläche kondensiert. Gleichzeitig begrenzt die integrierte, beidseitige Aluminiumkaschierung als Dampfsperre den Wasserdampftransport in Richtung der bestehenden Außenwand.

 

Die Feuchtigkeit verbleibt damit weitgehend in der Raumluft und kann durch regelmäßiges, bedarfsgerechtes Lüften abgeführt werden. Bei fachgerechter und luftdichter Verarbeitung sowie einer geeigneten, trockenen und intakten Bausubstanz kann die Superwand das Risiko einer kondensationsbedingten Schimmelbildung an und hinter der Innendämmung langfristig reduzieren.

 

Kurz gesagt: Die Kalziumsilikatplatte nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie später wieder ab. Die Superwand setzt darauf, den Feuchteeintrag in den Wandaufbau von vornherein zu begrenzen.

Im Detail

Senkung des Energieverbrauchs
Die Superwand DS weist einen Wärmeleitwert (λ) von 0,025 W/mK sowie die Superwand PRO 0,026 W/mK aus. Mit deren Einsatz ist es möglich, die Wärmedämmung zu erhöhen und zugleich die Energieverbräuche zu senken. Siehe auch Modellberechnung des Fraunhofer Instituts für Bauphysik vom 02.10.2015 (https://www.superwand.de/mediathek Flyer Superwand PRO)
Geringes Gewicht
Ein Plus für jeden Verarbeiter: Die Superwand ist sehr leicht. Schweres Tragen und Heben bleiben damit aus.
Günstige Investition
Die Superwand DS weist einen Wärmeleitwert (λ) von 0,025 W/mK sowie die Superwand PRO 0,026 W/mK aus. Der Einsatz der Superwand kann bei richtiger Anwendung und baulichen Gegebenheit die Wärmedämmung erhöhen und Energieverbräuche senken.
Wenig Schmutz
Im Vergleich zu anderen Produkten aus z.B. Kalziumsilikat oder Gipskarton kann die Superwand wegen ihres Polyurethan-Kerns einfach und nahezu staubfrei mit einem Cutter-Messer geschnitten werden.
Beliebige Weiterverarbeitung
Die Superwand kann nach dem Einbau mit Fliesen, Tapete oder Dispersionsfarbe frei gestaltet werden. Sowohl die Dämmeigenschaft wie das reduzierte Risiko weiterer Schimmelbildung bleiben bei der Superwand erhalten. Im Vergleich zur Superwand kann es bei anderen Materialien hingegen zur Aufrechterhaltung deren Funktion nötig sein, z. B. mineralische Farbe zu verwenden. Besonders in Mietwohnungen kann jedoch die Unwissenheit und das falsche Streichen zum Versagen der Funktion dieser Materialien und damit wieder zu Schimmelbildung führen.

Superwand installieren und Schimmel dauerhaft bekämpfen.

Die Vorteile der Superwand im Vergleich zur mineralischen Kalziumsilikatplatte sind vielfältig und effektiv: Eigentümer, Verarbeiter und Mieter profitieren gleichermaßen vom Einbau der Superwand als Innenraumdämmplatte.

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